Int. autosport nieuws: 'Hockenheim: 75 Jahre Leidenschaft für den Rennsport'



Der Hockenheimrimg hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich - Zuerst dominierten die Motorräder, in den 1960er Jahren kamen die Autos dazu.

Am Hockenheimring ist in diesem Jahr besondere Feierstimmung angesagt: Der Kurs im Pfälzer Hardtwald wird 75 Jahre alt. 1930 kam der Hilfszeitnehmer Ernst Christ auf die Idee, in seiner Heimatstadt Hockenheim eine Rennstrecke zu gründen. Gemeinsam mit begeisterten jungen Motorradfahrern machte er sich an die Planung. Die Gemeindeverwaltung half mit und dazu gab es öffentliche Gelder zur Arbeitsbeschaffung und so wurde das Projekt 1932 in Angriff genommen.

In nur drei Monaten wurde die ursprünglich 12 Kilometer lange Rennstrecke gebaut, die am 29. Mai 1932 eröffnet wurde. Von dem modernen Kurs war die Strecke damals allerdings noch weit entfernt: Auf unbefestigten Waldwegen wurde in einer Art Dreieck gefahren. Das "1. Motorradrennen in Hockenheim" an diesem Tag war nicht nur die Erfüllung eines Traums, sondern es stand am Anfang einer langen Historie, in der die Kleinstadt Hockenheim weltweit bekannt wurde. Bereits 45.000 Zuschauer waren bei diesem ersten Rennen dabei.


Der erste Umbau folgte nur sechs Jahre später, 1938 entstand ein auf 7,7 Kilometer verkürzter Ovalkurs, der den Namen "Kurpfalzring" bekam. Er war zu seiner Zeit die schnellste Rennstrecke Europas und galt vom Sicherheitsaspekt her als vorbildlich. In den Anfangsjahren wurden in Hockenheim vor allem Motorradrennen gefahren, alle Läufe dort hatten ab 1934 Meisterschaftsstatus. Dann aber kam der Zweite Weltkrieg und ab 1939 wurden damit auch in Hockenheim die Motoren erst einmal wieder ruhiger.


Erstes Nachkriegsrennen 1947
Im Jahr 1947 wurde die Erfolgsgeschichte des Hockenheimrings dann fortgesetzt, mit dem ersten Motorradrennen nach dem Krieg. 1951 wurde Deutschland in den internationalen Verband FIM aufgenommen und damit kam auch der internationale Motorradsport in die Pfalz. Daneben war der Hockenheimring bereits damals Schauplatz für Presse-, Test- und Rekordfahrten. Die Zuschauerzahlen in dieser Zeit waren unglaublich hoch.

In den 1960er Jahren eroberten die vierrädrigen Renner den Hockenheimring. Gleichzeitig veränderte sich erneut das Gesicht des Kurses. Weil direkt durch die alte Strecke die Autobahn A6 gebaut wurde, musste eine Spitzkehre wegfallen. Dazu wurde als Gegenstück zu den endlos langen Geraden durch den Hardtwald das inzwischen legendäre Motodrom gebaut, das durch seine Stadionatmosphäre heute noch als weltweit einmalig gilt. Der nun 6,789 Kilometer lange Ring wurde am 22. Mai 1966 wiedereröffnet. Er hatte auch eine Querspange, die eine kurze Streckenvariante von 2,638 Kilometern ermöglichte.


Die Rennwagen erobern den Ring
Alex von Falkenhausen, Karl Kling, Huschke von Hanstein und Hans Stuck - so hießen einige der bekanntesten Fahrer der ersten Sportwagenrennen auf dem Hockenheimring. In den 1960er begeisterten dann vor allem die Piloten in den Grand-Tourismo-Fahrzeugen und den Spezial-Tourenwagen die Zuschauer.

Überschattet wurde dieses Jahrzehnt durch den tödlichen Unfall des zweifachen Formel-1-Weltmeisters Jim Clark am 7. April 1968. Er war in einem Formel-2-Rennen gegen einen Baum geprallt. In der Folge wurde die Strecke mit Leitplanken gesäumt und auf den langen geraden wurden zwei Bremsschikanen eingebaut.


Die Tourenwagenmeisterschaften kommen
Ab 1972 fuhr die "Deutsche Rennsportmeisterschaft" in Hockenheim, hier trafen Spezialtourenwagen und GT-Fahrzeuge aufeinander. In den 1980er Jahren kam die "Deutsche Produktionswagen Meisterschaft" dazu, in den 1990er Jahren folgten die DTM und die ITC. Namen wie Hans-Joachim Stuck, Jochen Mass, Dieter Glemser, Jörg Obermoser, Hans Heyer, Harald Ertl, Rolf Stommelen, Toine Hezemans, Klaus Ludwig und Bob Wollek trugen sich in die Siegerlisten ein.

Im Jahr 2000 kehrte auch die DTM nach ihrer Pause und Neugründung nach Hockenheim zurück, traditionell finden dort seitdem der Saisonauftakt und das Finale statt. 2000, 2001 und 2002 wurde dabei das erste Rennen der Saison auf der kurzen Streckenvariante gefahren, das Finale fand 2000 und 2001 auf dem langen Kurs mit den nicht enden wollenden Waldgeraden statt.

Doch Mitte des Jahres 2002 wurde der ganz neu umgebaute Hockenheimring eröffnet. Streckenarchitekt Hermann Tilke verkürzte den Kurs auf viereinhalb Kilometer und ersetzte die lange Waldgeraden durch spektakuläre Kurven, um den Fans mehr Rennaction zu bieten. In diesem Jahr entstand auch die neue Mercedes-Arena, eine architektonisch faszinierend gestaltete Tribüne mit 6.521 Sitzplätzen auf zwei Rängen sowie einem Logengeschoss und einer hervorragenden Sicht auf die schnelle Parabolika, die Spitzkehre und die Kurvenkombination, die ins Motodrom zurückführt.

Bron: Motorsport-total, Britta Weddige




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